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Tennet steigert Umsatz und EBIT im ersten HJ 2019

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Arnheim, Bayreuth - Der mit seinem Hauptsitz in Arnheim (Niederlande) ansässige niederländisch-deutsche Übertragungsnetzbetreiber Tennet hat seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2019 (1 HJ 2019) vorgelegt. Umsatz und EBIT sind gestiegen, die Netzausbauprojekte gehen weiter voran.

Der Übertragungsnetzbetreiber sieht sich auf Kurs, um die Energiewende in Deutschland und in den Niederlanden weiter voranzubringen. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2019 hat Tennet den Umsatz und das Ebit deutlich gesteigert. Zahlreiche Netzausbauprojekte befinden sich in Bau bzw. in der Vorbereitung. Zur Finanzierung der Maßnahmen setzt Tennet auf grüne Investitionen und eine Erhöhung des Eigenkapitalanteils.

Umsatz steigt im ersten Halbjahr um 10 Prozent, EBIT legt um 12 Prozent zu
Im ersten Halbjahr 2019 hat Tennet den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,2 Prozent auf 2,17 Milliarden Euro (Mrd. Euro) gesteigert (1 HJ 2018: 1,97 Mrd. Euro). Gründe sind v.a. höhere Erlöse infolge gestiegener Netzkosten und einer wachsenden Anlagenbasis des Unternehmens, so Tennet. Das EBIT ist um 12,4 Prozent auf 407 Millionen Euro (Mio. Euro) gestiegen (1 HJ 2018: 362 Mio. Euro). Zum Teil ist dieser Anstieg auf die veränderte regulatorische Behandlung von Kosten des Netzbetriebs in den Niederlanden zurückzuführen (Netzverluste und Regelenergie), so Tennet. Zudem hat die Anwendung des neuen Leasingstandards (IFRS 16) zu einer Erhöhung der Abschreibungen und einer Reduzierung der Betriebskosten geführt. In der Folge erhöhte sich das EBITDA auf 877 Mio. Euro (1 Hj 2018: 699 Mio. Euro).

Aufgrund der großen Zahl der geplanten oder im Bau befindlichen Projekte im Zuge der Energiewende erhöhten sich die Investitionen in deutsche und niederländische Höchstspannungsnetze gegenüber der ersten Vorjahreshälfte um 190 Millionen Euro auf 1,09 Mrd. Euro (+ 21 Prozent, 1 HJ 2018: 904 Mio. Euro). Etwa 612 Mio. Euro investierte Tennet im ersten Halbjahr in den Ausbau der Netzinfrastrukturen in Deutschland.

Netzausbauprojekte laufen auf Hochtouren
Im Offshore-Bereich hat Tennet in Deutschland im ersten Halbjahr 2019 das 14. Offshore-Anbindungssystem, DolWin 5, vergeben. Für den Ausbau des Übertragungsnetzes an Land hat Tennet in Deutschland im Februar den Vorschlagskorridor für die ca. 700 km lange Gleichstromverbindung SuedLink vorgestellt. Des Weiteren plant Tennet auch die knapp 600 km lange Gleichstromverbindung SuedOstLink. Darüber hinaus befinden sich drei der vier Abschnitte der 230 km langen Verbindung zwischen Wahle (Niedersachsen) und Mecklar (Hessen) im Bau. Die Verstärkung der Höchstspannungsleitung über der Elbe zwischen Hamburg (Nord) und Dollern in Niedersachsen wird voraussichtlich zum Jahresende in Betrieb gehen.

Im Bau befindet sich die 623 km lange Gleichstromkabelverbindung NordLink, die den deutschen und norwegischen Strommarkt erstmals direkt miteinander verbindet. Zudem ist die Seekabelverbindung Cobra zwischen den Niederlanden und Dänemark an der Anschlussstelle in Eemshaven "angelandet" und soll noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

Erfolgreiche Ausgabe grüner Finanzierungsmittel in Höhe von 1,75 Mrd. Euro
Zur Finanzierung der milliardenschweren Infrastrukturvorhaben setzt Tennet auf grüne Finanzierungsmodelle. Im Januar nahm Tennet durch eine grüne Privatplatzierung von Anleihen in den USA (USPP) 500 Mio. Euro ein. Im Mai gab Tennet eine grüne Anleihe in zwei Tranchen (11 und 20 Jahre) über insgesamt 1,25 Mrd. Euro aus, die für Investitionen in die Anbindung von Offshore-Windparks genutzt werden soll. Mit mehr als acht Mrd. Euro an ausgegebenen grünen Anleihen ist Tennet derzeit nach eigenen Angaben der größte Emittent grüner Anleihen in den Niederlanden.
Neben der Fremdfinanzierung forciert Tennet eine Erhöhung des Eigenkapitalanteils. Um das starke Kreditrating beizubehalten, erwarte Tennet, innerhalb der nächsten fünf Jahre auch zwei bis drei Mrd. Euro an Eigenkapital beschaffen zu müssen, so Tennet CFO Otto Jager. Tennet befinde sich in konstruktiven Gesprächen mit den Anteilseignern, um hier einen gangbaren Weg zu finden.


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31.07.2019

 



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