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Erste Turbine von schwimmendem Windpark in Portugal fast am Ziel

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Ferrol, Spanien - Vor der Küste Portugals entsteht der schwimmende Offshore-Windpark „Windfloat Atlantic“. Nach erfolgreichem Abschluss der Anlageninstallation im Hafen von Ferrol in Spanien wird die erste von drei MHI-Vestas Turbinen nun schwimmend zum Einsatzort geschleppt.

Nach rund drei Monaten Installationszeit befindet sich die erste 8,4 Megawatt (MW) MHI-Vestas Offshore-Turbine des schwimmenden Offshore-Windparks vor der portugiesischen Küste nun auf dem Weg zum Standort. Rund drei Tage dauert der Transport, danach kann die Anlage ans Netz angeschlossen werden. Die beiden verbleibenden Turbinen sollen in den nächsten Monaten folgen. Die von Principle Power entwickelte und patentierte Windfloat Technologie ermöglicht die Installation schwimmender Windenergieanlagen an Standorten mit großen Wassertiefen, die bislang für die Nutzung durch Offshore-Windenergieanlagen noch nicht zur Verfügung standen.

Offshore-WEA und Plattform werden als Einheit zum Standort transportiert
Im Außenhafen von Ferrol im Nordwesten Spaniens wurde die Installation der ersten 8,4 MW MHI-Vestas Turbine des Offshore-Windparks „Windfloat Atlantic Project“ auf der schwimmenden Plattform von Principle Power erfolgreich abgeschlossen. Im nächsten Schritt wird die komplette Turbine schwimmend inklusive Gründungsplattform zu ihrem Einsatzort vor der portugiesischen Atlantikküste von Viana do Castelo im Norden des Landes geschleppt. Allein der Transport der ersten der insgesamt drei Offshore-Windenergieanlagen des Parks ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in diesem Projekt, da sich dadurch bestätigt, dass es nicht notwendig ist, für diesen Prozess spezifisch entwickelte Schlepper zu bauen. Damit wäre dieser Ansatz auch einfach auf andere Regionen übertragbar, auch grenzüberschreitend, so der für die Leitung des Windplus-Konsortiums verantwortliche Regenerativstrom-Versorger EDP Renewables.

Windparkstandort in ca. 20 km Küstenentfernung mit 100 m Wassertiefe
Das Windfloat Atlantic Project wird gemeinsam von dem Windplus-Konsortium realisiert, an dem EDP Renewables (54,4 Prozent), Engie (25 Prozent), Repsol (19,4 Prozent) und Principle Power Inc. (1,2 Prozent) beteiligt sind. Der Windpark wird aus insgesamt drei MHI Vestas Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 8,4 Megawatt (MW) bestehen, die auf schwimmenden Plattformen montiert sind. Diese werden am Meeresboden in einer Tiefe von etwa 100 m in einer Entfernung zur Küste von etwa 20 km verankert.

Das Konsortium unter der Leitung von EDP Renewables hat im September 2018 mit MHI Vestas einen Vertrag über die Lieferung der drei 8,4 MW-Windkraftanlagen unterzeichnet. Die Turbinen sind nach Angaben von Vestas die größten und leistungsstärksten Windturbinen, die bisher auf einem schwimmenden Fundament für den Offshore-Einsatz See installiert wurden.

Nach Inbetriebnahme sollen die drei Anlagen mit einer Gesamtkapazität von ca. 25 MW so viel Offshore-Windstrom produzieren, dass damit rein rechnerisch der Stromverbrauch von 60.000 Haushalten pro Jahr abgedeckt werden kann. Von dem Projekt versprechen sich die Projektbeteiligten durch die Montage im Hafen mit Onshore-Kränen und die Verwendung üblicher Seetransportmethoden wie Schleppern anstelle teurer Offshore-Installationsschiffe Kosten- und Logistikvorteile. Sie gehen zudem davon aus, dass das Projekt den kommerziellen Einsatz schwimmender Offshore-Windparks beschleunigen wird, die an Standorten errichtet werden, die aufgrund ihrer Wassertiefen bisher unzugänglich waren.

© IWR, 2019


22.10.2019

 



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