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Neuer Batterieproduzent TerraE plant Gigafabrik in Deutschland

Frankfurt - Das neu gegründete Unternehmen TerraE Holding GmbH mit Sitz in Frankfurt am Main plant den Bau einer Großserienproduktion für Lithium-Ionen-Zellen in Deutschland. Das freut auch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU).

Gründungsgesellschafter der neuen deutschen Batterieholding sind der Batteriemodul-Hersteller BMZ Holding, Dr. Ulrich Ehmes, ehemals CEO des Schweizer Batterieherstellers Leclanché SA, und Holger Gritzka, bislang Manager beim Anlagenbauer Thyssenkrupp System Engineering. Gritzka wird auch die Geschäftsführung übernehmen.

Fertigungskapazitäten von bis zu 34 Mio. kWh Strom pro Jahr geplant

Ziel ist es, schrittweise Fertigungskapazitäten von bis zu 34 Mio. Kilowattstunden pro Jahr bis zum Jahr 2028 aufzubauen. Adressiert werden die Märkte Industrie und Elektromobilität mit verschiedenen Zellformaten. Die Finanzierung soll durch industrielle Partner sowie Finanzinvestoren sichergestellt werden. Wichtiger Bestandteil des Fertigungskonzeptes sind Ergebnisse, die im Rahmen des Projektes „Giga-Lib“ entwickelt wurden, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde.

Projekt aus Kompetenznetzwerk Lithium-Ionen-Batterien entstanden

Entstanden ist die Initiative im Rahmen des Kompetenznetzwerkes Lithium-Ionen-Batterien „KLiB“, dem insgesamt 45 Unternehmen und Institute angehören. Wanka erklärte zur Gründung des Unternehmens TerraE: „Der erste Schritt für den Aufbau einer Batteriezellproduktion in Deutschland ist getan. Die Gründung der Firma TerraE zeigt, was eine nachhaltige Innovationspolitik bewirken kann. Besonders erfreulich ist, dass durch gezielte Forschung und gute Kooperation mit der Wirtschaft die Grundlage für diese Firmengründung geschaffen wurde.“

400 Mio. Euro für Batterieforschung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die Batterieforschung in Deutschland seit 2008 mit rund 400 Mio. Euro gefördert und neu ausgerichtet. Im Forschungsprojekt Giga‐Lib wurde insbesondere der Aufbau einer Batteriezellproduktion erforscht. Das BMBF förderte das Projekt von 2015 bis 2017 mit insgesamt 5,2 Mio. Euro. Die Ergebnisse haben die Entwicklung eines Fertigungskonzepts für Batteriezellen ermöglicht.

© IWR, 2017

23.05.2017