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Daimler forciert Serienproduktion von Brennstoffzellen

© Daimler AG© Daimler AG

Stuttgart – Erst im April 2020 hat Daimler die weitere Entwicklung von Pkw-Brennstoffzellen gestoppt, doch die Pläne von Daimler gehen nur in eine andere Richtung. So soll die Serienproduktion von LKW-Brennstoffzellen konsequent vorangetrieben werden, aber auch stationäre Brennstoffzellensysteme stehen auf der Agenda.

Daimler bündelt die Brennstoffzellen-Aktivitäten sowie das Knowhow im Konzern neu und will in neue hochmoderne Produktionsanlagen zur Herstellung von Brennstoffzellen investieren. Treiber ist nicht nur das geplante Joint Venture zwischen der Daimler Truck AG und der Volvo Group, sondern auch eine Kooperation mit Rolls-Royce.

Daimler plant Brennstoffzellen-Fertigung über die Fahrzeugindustrie hinaus
Die Daimler Truck AG steigt zusammen mit der Daimler Truck Fuel Cell GmbH & Co. KG in die Serienproduktion von Brennstoffzellen ein. Dazu bündelt Daimler alle bisherigen Aktivitäten und investiert in hochmoderne Anlagen für die Vorstufe der zukünftigen Serienproduktion. Daimler will mit den neuen Produktionsanlagen jede einzelne Prozessstufe der Brennstoffzellenproduktion abdecken: von der Membranbeschichtung über die Stack-Herstellung bis hin zum Brennstoffzellen-Aggregatebau. Im Fokus stehen mobile und stationäre Brennstoffzellen-Anwendungen.

Neue Fertigungstechnologien notwendig
Klassische industrielle Produktionsprozesse lassen sich nicht unmittelbar auf die sowohl hochkomplexen als auch hochsensiblen Brennstoffzellen-Stacks – Stapel aus Brennstoffzellen – übertragen, teilte Daimler mit. Die größte Herausforderung für die Daimler-Experten stellt danach das Erreichen einer kurzen Taktzeit der Produktion dar, was für eine wirtschaftliche Fertigung unerlässlich ist. Die Experten greifen bei der Produktion der Brennstoffzellen-Stacks zum Beispiel teilweise auch auf Technologien der Verpackungsindustrie zurück – was in der konventionellen Motorenherstellung in der Regel keine Anwendung findet.

Das Daimler-Volvo Joint Venture: mobile und stationäre Brennstoffzellensysteme im Fokus
Die Daimler Truck AG hat im April 2020 gemeinsam mit der Volvo Group eine vorläufige, nicht bindende Vereinbarung zur Gründung eines neuen Joint Ventures zur serienreifen Entwicklung und Vermarktung von Brennstoffzellensystemen für den Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen und anderen Anwendungsfeldern geschlossen. Das Joint Venture greift auf die Expertise der Daimler Truck AG und der Volvo Group zurück. Auch die Produktion von Brennstoffzellensystemen soll Bestandteil des Joint Ventures werden. Die Daimler Truck AG und die Volvo Group planen, in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts schwere Brennstoffzellen-Nutzfahrzeuge für den anspruchsvollen und schweren Fernverkehr in Serie anzubieten.

Das Joint Venture will aber auch im stationären Brennstoffzellen-Sektor mitmischen. Der Geschäftsbereich Power Systems von Rolls-Royce plant, für die von ihm entwickelten und vertriebenen Notstromgeneratoren der Produkt- und Lösungsmarke MTU in Rechenzentren zukünftig auf die Brennstoffzellensysteme aus dem geplanten Joint Venture von Daimler Truck AG und Volvo Group sowie die langjährige Expertise von Daimler auf diesem Gebiet zu setzen. Bis Ende des Jahres 2020 soll ein umfassender Kooperationsvertrag ausgearbeitet und unterzeichnet werden.

© IWR, 2020


30.06.2020

 



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