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Revolution Wind speist Strom ein: Offshore-Windprojekt von Ørsted nach Baustopps durch US-Regierung wieder auf Kurs

© Ørsted© Ørsted

Fredericia, Dänemark - Der dänische Energiekonzern Ørsted hat im US-Offshore-Windpark Revolution Wind mit der Stromproduktion begonnen. Nach den Querelen um die zwischenzeitliche Stilllegung durch die Trump-Administration hat das Projekt damit einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Der US-Offshore-Windpark Revolution Wind hat erstmals Strom in das Netz von Neuengland einspeist. Perspektivisch sollen mit dem erzeugten Offshore-Windstrom hunderttausende Haushalte versorgt werden. Zuvor war das Projekt mit politischen Eingriffen konfrontiert. Ein Bundesgericht hob entsprechende Maßnahmen der Trump-Regierung zur Aussetzung des Projektes wiederholt auf und ermöglichte so die Fortsetzung der Bauarbeiten.

Revolution Wind startet Einspeisung – Beitrag zur Versorgungssicherheit wächst
Das Offshore-Windprojekt Revolution Wind vor der Küste des US-Bundesstaates Rhode Island hat offiziell mit der Einspeisung von Strom in das Netz von Neuengland begonnen. Das Gemeinschaftsprojekt von Ørsted und Skyborn Renewables verfügt über eine installierte Leistung von 704 MW und soll künftig mehr als 350.000 Haushalte und Unternehmen mit Energie versorgen.

Die erzeugte Elektrizität wird im Rahmen von 20-jährigen Festpreisverträgen an Energieversorger in Rhode Island und Connecticut geliefert. Ziel ist es, die Strompreise zu stabilisieren und gleichzeitig die Versorgungssicherheit in der Region zu erhöhen. Angesichts steigender Stromnachfrage, insbesondere durch energieintensive Industrien und Rechenzentren, gewinnt das Projekt zusätzliche Bedeutung.

Nach Angaben des Connecticut Department of Energy and Environmental Protection könnte Revolution Wind nach vollständiger Inbetriebnahme jährlich bis zu 500 Millionen US-Dollar an Großhandelsstromkosten einsparen. Besonders relevant ist die erwartete hohe Stromproduktion in den Wintermonaten, wenn die Energieversorgung in Neuengland traditionell angespannt ist.

Auch für den Arbeitsmarkt hat das Projekt spürbare Effekte: Mehr als 2.000 Arbeitsplätze wurden im Zuge von Bau, Betrieb und Lieferketten geschaffen. Insgesamt wurden laut Ørsted mehr als zwei Millionen Arbeitsstunden geleistet.

Amanda Dasch, Chief Development Officer bei Ørsted, betont: „Revolution Wind liefert erschwingliche, zuverlässige, in den USA hergestellte Energie in das Netz von Neuengland, hilft, die wachsende Energienachfrage zu decken und die Kosten für die Verbraucher zu senken. Gebaut von lokalen, hochqualifizierten Gewerkschaftsarbeitern, ist Revolution Wind ein Beweis dafür, dass Bundesstaaten ihre Energiequellen nutzen, um die regionale Energiesicherheit zu stärken.“

Gericht stoppt politische Eingriffe - Offshore-Wind bleibt umkämpft
Parallel zum operativen Fortschritt war das Projekt wiederholt Gegenstand eines politischen und juristischen Konflikts. Die Regierung von Donald Trump hatte mehrfach versucht, den Bau des bereits genehmigten Offshore-Windparks auszusetzen.

Das Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) verhängte im August 2025 zunächst einen Baustopp mit Verweis auf nationale Sicherheitsbedenken. Diese Argumentation wurde jedoch bereits im Vorfeld durch umfassende Prüfungen, unter anderem durch das US-Verteidigungsministerium, entkräftet.

Ein US-Bundesgericht hob daraufhin im September 2025 die erste Aussetzungsanordnung auf. Nachdem das BOEM im Dezember 2025 erneut eine Stop-Work-Order erließ, griff das Gericht ein zweites Mal ein: Am 12. Januar 2026 wurde auch diese Anordnung per einstweiliger Verfügung außer Kraft gesetzt. Damit konnten die Bauarbeiten fortgesetzt werden, während das Hauptverfahren weiterläuft.

Hinter den wiederholten Eingriffen der US-Administration könnten nach Einschätzung von Experten auch politische Spannungen um Grönland stecken. Insbesondere die Beteiligung des dänischen Unternehmens Ørsted, an dem der dänische Staat mehrheitlich beteiligt ist, könnte eine Rolle spielen.

Trotz der juristischen Auseinandersetzungen gilt Revolution Wind als Schlüsselprojekt für die Offshore-Windenergie in den USA. Mit der nun gestarteten Stromproduktion sendet das Projekt ein Signal für die weitere Entwicklung des Sektors - auch unter politisch schwierigen Rahmenbedingungen.

© IWR, 2026


17.03.2026

 



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