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Offshore-Windpark Gennaker: Skyborn und NABU beenden Rechtsstreit - Planungssicherheit für Mega-Projekt

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Hamburg - Der geplante Offshore-Windpark Gennaker in der deutschen Ostsee erhält ein erweitertes Forschungsprogramm zum Natur- und Artenschutz. Projektentwickler Skyborn Renewables und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben sich auf einen Vergleich geeinigt, der Rechtsstreitigkeiten beendet.

Kern der Vereinbarung zwischen Skyborn Renewables und dem NABU sind freiwillige, mehrjährige Begleitforschungen. Ziel ist es, mithilfe innovativer Methoden datenbasierte Kriterien für den Schutz der Meeresumwelt und einen wirtschaftlich effizienten Betrieb zu entwickeln. Mit einer geplanten Leistung von bis zu 976,5 MW ist Gennaker das bislang größte Offshore-Windparkprojekt in der Ostsee. Der Offshore-Windpark soll ausreichend Strom erzeugen, um rechnerisch den Bedarf von rund einer Million Haushalten zu decken.

Skyborn und NABU einigen sich: Begleitforschung für Offshore-Windpark Gennaker geht über Standards hinaus
Der Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland erhält durch den Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee eine neue Dimension auch im Umgang mit ökologischen Anforderungen. Die OWP Gennaker GmbH, ein Projektunternehmen von Skyborn, und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) haben sich auf einen Vergleichsvertrag verständigt, der den Weg für den Bau und Betrieb des Projekts weiter ebnet und gleichzeitig einen Schwerpunkt auf den Schutz von Vögeln und Fledermäusen legt.

Der Vereinbarung zufolge umfasst das Projekt ein umfangreiches, freiwilliges Forschungsprogramm, das deutlich über die bestehenden Genehmigungsanforderungen hinausgeht. Gleichzeitig verpflichtet sich der NABU zu einem dauerhaften Rechtsfrieden: Bestehende Rechtsbehelfe gegen die Genehmigungen des Offshore-Windparks Gennaker werden zurückgenommen.

Freiwillige Forschung zu Vogelzug, Fledermäusen und Meeresökologie
Kern des Vergleichs ist ein mehrjähriges Begleitforschungsprogramm, das zentrale ökologische Fragestellungen adressiert. Ziel ist es, wissenschaftlich belastbare Daten zu generieren, um sowohl den Schutz von Arten als auch einen wirtschaftlich effizienten Betrieb des Windparks zu ermöglichen.

Ein besonderer Fokus liegt auf Vögeln und Fledermäusen. So sollen Schutzmaßnahmen für Fledermäuse auf der Grundlage von wetter- und aktivitätsbezogenen Parametern entwickelt und erprobt werden. Der Vogelzug wird während der Hauptzugzeiten umfassend erfasst und analysiert, indem verschiedene Mess- und Beobachtungsmethoden kombiniert werden. Dadurch sollen mögliche Kollisionsrisiken besser verstanden und minimiert werden.

Ergänzend kommen spezielle Erfassungssysteme zum Einsatz, um das artspezifische Annäherungs- und Ausweichverhalten von Kranichen zu untersuchen. Darüber hinaus ist eine mehrjährige Untersuchung der Habitatnutzung sowie möglicher Auswirkungen auf Meeresenten im Umfeld des Offshore-Windparks vorgesehen.

Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, die Auswirkungen von Offshore-Windenergie besser zu verstehen und Schutzmaßnahmen gezielt weiterzuentwickeln sowie datenbasierte Kriterien für den Betrieb zu etablieren.

Skyborn unterstreicht damit den Anspruch, erneuerbare Energieerzeugung und Naturschutz miteinander zu verbinden. Das Unternehmen betont, dass Nachhaltigkeit ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist - von der frühen Projektentwicklung über den Bau und Betrieb bis hin zum Rückbau. Ziel sei es, Offshore-Windenergie „naturverträglich, zukunftssicher und im Einklang mit anderen Meeresnutzungen“ auszubauen.

Skyborn-CEO Patrick Lammers betonte in diesem Zusammenhang: „Intensive und konstruktive Gespräche haben dazu geführt, eine gemeinsame Lösung zum naturverträglichen Ausbau der Windenergie auf See zu finden. Es ist ein wichtiger Meilenstein unseres Projekts.“

Mit der nun vereinbarten Begleitforschung setzt das Projekt ein Signal für eine engere Verzahnung von Energieerzeugung, Wissenschaft und Umweltschutz. Gleichzeitig schafft die Einigung zwischen Skyborn und NABU Planungssicherheit und beendet langjährige rechtliche Auseinandersetzungen rund um das Vorhaben.

Gennaker bislang größter Offshore-Windpark in der Ostsee
Der Offshore-Windpark Gennaker wird mit einer geplanten Gesamtleistung von bis zu 976,5 MW der bislang größte Windpark in der deutschen Ostsee. Das Projektgebiet liegt rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in einem ausgewiesenen Vorranggebiet für Offshore-Windenergie im Küstenmeer von Mecklenburg-Vorpommern.

Skyborn Renewables erhielt bereits im Mai 2019 die ursprüngliche Baugenehmigung und verfügt weiterhin über die exklusiven Entwicklungs- und Betreiberrechte für das Gebiet. Die Inbetriebnahme des Windparks ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Nach Angaben von Skyborn wird Gennaker künftig grünen Strom erzeugen, der dem jährlichen Stromverbrauch von etwa einer Million Haushalten entspricht.


© IWR, 2026


19.03.2026

 



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