Zulieferpark im Offshore-Zentrum Cuxhaven wächst weiter: US-Unternehmen Unimacts siedelt sich an
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Sloan (USA)/Cuxhaven – Das Deutsche Offshore-Industrie-Zentrum (DOIZ) in Cuxhaven verzeichnet eine weitere Unternehmensansiedlung im dortigen Zuliefererpark. Die Stadt Cuxhaven und die Cuxhavener Hafen Entwicklungsgesellschaft (CuxHafEn GmbH) gaben im Rahmen der Messe WindEnergy Hamburg bekannt, dass sich das US-Unternehmen Unimacts dort ansiedelt.
Leistungsfähige Häfen mit ausreichenden Flächen für Fertigung, Montage und Verladung sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass der geplante Kapazitätsausbau auf See tatsächlich gelingt und die Offshore-Ausbauziele erreicht werden können. Neben der Ansiedlung neuer Unternehmen wird auch am DOIZ in Cuxhaven daher parallel die Hafeninfrastruktur weiter ausgebaut.
Unimacts errichtet auf 15.000 Quadratmetern Hallen für GFK-Außenverkleidungen
Das US-Unternehmen Unimacts wird sich im Zuliefererpark des DOIZ auf einem rund 15.000 Quadratmeter großen Grundstück ansiedeln und dort Produktions- und Montagehallen für glasfaserverstärkte Außenverkleidungen für Windturbinen errichten. Nach Angaben der Stadt Cuxhaven entstehen mit der Investition zunächst bis zu 25 neue Arbeitsplätze. Das 2002 gegründete, in Sloan im US-Bundesstaat Nevada ansässige Unternehmen fertigt Komponenten für die Solar- und Windbranche und gehört seit 2022 zum Industriekonzern Zetwerk. Unimacts betreibt nach eigenen Angaben bereits Produktions- und Montagestandorte in den USA, Mexiko, Deutschland, Spanien und Indien. Mit Cuxhaven kommt nun ein weiterer europäischer Standort hinzu. Den Ansiedlungsvertrag unterzeichneten Oberbürgermeister Uwe Santjer in seiner Funktion als Geschäftsführer der CuxHafEn GmbH, Co-Geschäftsführer Peter Miesner sowie Vertreter der Wirtschaftsförderung Cuxhaven, die das Vorhaben nach eigenen Angaben mehrere Monate lang begleitet hatte.
Cuxhaven positioniert sich als Zulieferstandort für die Offshore-Windindustrie
„Die Ansiedlung von Unimacts ist ein weiterer Meilenstein für den Wirtschafts- und Industriestandort Cuxhaven. Sie unterstreicht die Attraktivität des Deutschen Offshore Industrie Zentrums und stärkt die gesamte Wertschöpfungskette der Offshore-Windenergie vor Ort", sagt Santjer. Das DOIZ hat sich seit der Fertigstellung des ersten Offshore-Terminals 2009 und der Ansiedlung der CSC Cuxhaven Steel Construction GmbH nach DOIZ-Einschätzung schrittweise zu einem der größten Offshore-Häfen Europas entwickelt. Es folgten zwischenzeitlich unter anderem ein zweites Terminal, die Ansiedlung von Stute Logistics sowie die Entscheidung zur Entwicklung von 100 Hektar Gewerbefläche. Im Mai 2025 kündigte der chinesische Wind- und Photovoltaik-Zulieferer JZNEE AVIM über seine Tochtergesellschaft Northwind GmbH an, mit einer Investition von 30 bis 40 Millionen Euro und bis zu 50 neuen Arbeitsplätzen die ehemalige Nordmark-Fläche im Hafen zu übernehmen. Im Oktober 2025 folgte der dänische Hersteller Jupiter Bach, der auf einer Fläche neben dem Siemens-Gamesa-Werk Gondelverkleidungen aus glasfaserverstärktem Kunststoff montieren will und zunächst 15, langfristig bis zu 20 Arbeitsplätze schafft.
CuxHafEn GmbH will DOIZ zum Offshore-Knotenpunkt ausbauen
Die Cuxhavener Hafen Entwicklungsgesellschaft (CuxHafEn GmbH) verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, das DOIZ zum zentralen Knotenpunkt der Offshore-Windenergie in Deutschland auszubauen. Derzeit entstehen am DOIZ mit den Liegeplätzen 5 bis 7 auf 28 Hektar zusätzlicher Terminalfläche drei neue Anlegestellen für Schwerlastschiffe; die Investition von rund 300 Millionen Euro tragen Bund, Land Niedersachsen und die Wirtschaft gemeinsam, die Fertigstellung ist bis Ende 2028 geplant, Baubeginn war im Februar 2025. Hintergrund des Hafenausbaus sind die deutschen Offshore-Windziele: Demnach ist es vorgesehen, die installierte Offshore-Windenergie-Leistung bis 2030 auf 30 Gigawatt, bis 2035 auf 40 Gigawatt und bis 2045 auf 70 Gigawatt auszubauen. Die Ansiedlung von Unimacts reiht sich in diese parallele Entwicklung von Zuliefererpark und Hafeninfrastruktur ein.
© IWR, 2026
28.09.2026

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