Nach Windpark-Stopp: Ørsted kündigt Vertrag mit Cadeler - Entschädigung ermöglicht Prognoseanhebung
Kopenhagen, Dänemark - Das dänische Offshore-Windenergie-Unternehmen Cadeler hat die Kündigung eines langfristigen Vertrags durch Ørsted erhalten.
Der ursprünglich im April 2024 mit dem dänischen Energiekonzern geschlossene Vertrag sah den Einsatz eines A-Klasse-Windinstallationsschiffs von Cadeler zwischen dem ersten Quartal 2027 und Ende 2030 vor. Die Kündigung erfolgt im Zusammenhang mit der im Mai 2025 von Ørsted bekannt gegebenen Entscheidung, die Entwicklung des britischen Offshore-Windparks Hornsea 4 mit einer Leistung von 2,4 GW in seiner derzeitigen Form nicht weiterzuverfolgen und die Arbeiten an dem Projekt einzustellen. Zur Begründung führte Ørsted an, dass die Kombination aus gestiegenen Kosten in der Lieferkette, höheren Zinssätzen und einem erhöhten Ausführungsrisiko die erwartete Wertschöpfung des Projekts verschlechtert habe.
Cadeler hat infolge der Vertragsauflösung nun Anspruch auf eine vertraglich vereinbarte Entschädigung. Das Unternehmen prüft derzeit alternative Einsatzmöglichkeiten für das betroffene Schiff und führt Gespräche mit potenziellen Projektpartnern. Cadeler erwartet durch die Kündigung keine Beeinträchtigung der langfristigen finanziellen Entwicklung erwartet.
Im Gegenteil: Der Erhalt der Entschädigungszahlung führt zu einer Anhebung der Finanzprognose für das Geschäftsjahr 2025. Der erwartete Jahresumsatz wurde von zuvor 485 bis 525 Mio. Euro auf 588 bis 628 Mio. Euro erhöht. Auch die EBITDA-Prognose steigt deutlich und liegt nun bei 381 bis 421 Mio. Euro (zuvor: 278 bis 318 Mio. Euro).
Cadeler ist ein weltweit führendes Unternehmen für Offshore-Windinstallationen, Betrieb und Wartung. Das Unternehmen besitzt und betreibt nach eigenen Angaben die größte Flotte von Jack-up-Installationsschiffen der Branche. Cadeler ist unter anderem an der New Yorker Börse sowie in Oslo gelistet.
© IWR, 2026
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02.07.2025



